23. Dezember 2014

Ein Hexenhaus aus Keksen

Es ist doch immer wieder dasselbe. Kaum brennt die erste Kerze am Adventskranz, ist auch schon wieder Heiligabend. Doch halt, vor Heiligabend kommt natürlich noch der letzte Tag im Kindergarten, bevor die Ferien anfangen. Unser Kindergarten hat glücklicherweise noch am 22. und 23. Dezember seine Türen geöffnet und die Ferien fangen erst am 24.12. an. Nun möchte man am letzten Tag vor Weihnachten natürlich gerne den Erzieherinnen eine Kleinigkeit schenken und nicht einfach nur so in die Ferien übergehen.


Ich habe lange überlegt, was wir den beiden Erzieherinnen des Löwenmädchens schenken könnten. Es sollte am liebsten etwas Selbstgebasteltes oder -gebackenes sein, denn etwas Gekauftes passt nicht und erweckt schnell den falschen Eindruck. Da ich dieses Jahr eigentlich nicht zum Backen gekommen bin, schieden die obligatorischen Plätzchen leider aus. Ist wahrscheinlich auch besser so, denn es wird wohl noch die oder andere Mama auf diese Idee gekommen sein. Und der Erzieherin die zwölfte Tüte Plätzchen in die Hand zu drücken, möchte ich dann auch nicht. Also musste etwas Anderes her, was möglichst schnell geht und das Löwenmädchen viel alleine machen kann. So bin ich auf die Hexenhäuschen gekommen. Wir alle kennen die Lebkuchenhäuser, bei denen man zuerst den Teig backt, die Formen ausschneidet, zusammenklebt und alles kunstvoll verziert. Die Geschichte haben wir abgekürzt und für das Grundgerüst Butterkekse genommen, die wir mit Zuckerguss zusammenklebten und das Löwenmädchen kümmerte sich um die Verzierung.

Für sechs Hexenhäuser aus Butterkeksen haben wir folgende Zutaten verwendet:
- 150g Puderzucker
- 1 Eiweiß
- 15 Butterkekse
- 6 Dominosteine
- Zuckerstreusel, Smarties, Zuckerkringel, Gummibärchen zum Verzieren



Zum ersten Mal habe ich mich an einen Zuckerguss aus Eiweiß gewagt. Lange bin ich davor zurückgeschreckt, aus Angst, dass jemand an Salmonellen erkranken könnte. Aber ich habe davor natürlich etwas im Internet recherchiert und dabei herausgefunden, dass die Meinungen bei diesem Zuckerguss auseinandergehen. Die Einen sagen, dass sich im Eiweiß keinerlei Salmonellen befinden (sondern nur im Eigelb), die Anderen behaupten, dass den Salmonellen durch die Zugabe von Zucker die Lebensgrundlage genommen wird und sie sich nicht weiter vermehren können. Wie dem auch sei, scheinbar muss man sich nicht wirklich Sorgen wegen Salmonellen machen und so habe ich mich getraut. Und das Ergebnis hat mich wirklich überzeugt. Der Zuckerguss ist wunderbar weiß geworden, sieht super aus und die Verzierungen halten.

Für 6 Hexenhäuschen habe ich ein Eiweiß leicht steifgeschlagen und danach beim Weiterrühren immer wieder etwas Puderzucker hinzugegeben. Die Masse ist wunderbar weiß und cremig geworden. Man darf ruhig etwas länger rühren, dass fördert die Konsistenz.


Damit das Dach hält, habe ich in die Mitte des Butterkekses einen Kleks Zuckerguss gegeben und darauf einen Dominostein gesetzt. Der Zuckerguss darf dabei ruhig darunter hervorquellen.



Nun ging es an das Verzieren des Daches. Dazu strich das Löwenmädchen den Zuckerguss auf den Keks und dekorierte danach fleißig mit allem, was unsere Küche gerade hergab.
 





Zum Schluss klebten wir die beiden Dachhälften mit Zuckerguss auf dem unteren Keks fest. Damit es nach ordentlich Schnee aussah, gaben wir auf den Dachgiebel reichlich Zuckerguss und legten noch ein paar Schneeflocken darauf. Vor das Haus setzten wir zwei Gummibärchen.






Viel Spaß beim Nachbacken/Basteln.

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