5. November 2014

9 Monate - wir 4

Seit etwas mehr als neun Monaten ist der Minimann bei uns und hat in dieser Zeit unser Leben ordentlich umgekrempelt. Die Umstellung war vielleicht nicht so groß, wie sie es noch beim ersten Kind war, aber es hat sich trotzdem einiges verändert.

Zuerst war da natürlich die Tatsache, dass wir wieder ein Baby zu Hause hatten, gleichzeitig war da auch das Löwenmädchen, das ebenfalls ihre Rechte einforderte. Anfangs erforderte dies einen ganz schönen Spagat, aber mittlerweile haben wir uns ganz gut eingelebt. Und ich kann mir ein Leben nur zu dritt schon nicht mehr vorstellen.


Aber der Grund für diesen Post ist ein ganz anderer: Gestern erst stand ich wieder sprachlos neben meinen beiden wunderbaren Kindern. Zu sehen, wie sie miteinander "spielen" ist einfach wunderschön. Wenn wir mittags vom Kindergarten nach Hause kommen, führt der erste Weg beider Kinder direkt ins Kinderzimmer, um dort zu spielen. Natürlich können sie noch nicht richtig miteinander spielen, aber der Minimann weicht nicht von der Seite seiner großen Schwester. Kaum ist sie da, ist er nur noch bei ihr anzutreffen. Und natürlich liebt das Löwenmädchen seinen kleinen Bruder ebenfalls über alles. Da werden ständig Küsschen und Umarmungen verteilt.

Ihr Interesse am kleinen Bruder ist größer geworden, als der Minimann mehr an seiner Umwelt teilnahm und mobiler wurde. Von diesem Moment an suchte sie öfters seine Nähe und spielte immer mehr mit ihm, genau wie er nun öfters in das Kinderzimmer krabelt.


Daneben können wir gerade feststellen, wie anders sich der Minimann entwickelt. Er zeigt schon viel größeres Interesse am Essen und fordert seinen Teil auch ein. Oder wenn es ans Baden geht, dann steht er ungeduldig vor der Badewanne, da er so schnell wie möglich mit seiner großen Schwester baden möchte. Konnte man dem Löwenmädchen im gleichen Alter damals noch etwas ohne großes Theater wegnehmen, so ist das beim Minimann nicht möglich. Da gibt es sofort Protest, bis er das entsprechende Spielzeug/Nahrungsmittel wieder hat. Es kommt mir so vor, als sei er schon sehr weit für sein Alter.

Da ich so etwas leider nicht erleben durfte, denn ich bin ein Einzelkind, erfreue ich mich umso mehr an der Beziehung meiner Lieblingskinder. Es gibt Momente, da sitze ich einfach nur da und sehe den beiden zu und genieße den Moment. Und ich freue mich so unendlich für die beiden, dass sie eine wunderbare Geschwisterbeziehung miteinander teilen dürfen. Sie können viel mehr voneinander lernen, als ich es ihnen je beibringen könnte.

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